Das Museum konnte das Jahr 2018 erneut mit einem Besucherplus abschließen. Mehr als 29.000 Menschen nahmen die Angebote des Museums wahr, ein Zuwachs von neun Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Damit ist 2018 das besucherstĂ€rkste Jahr seit der Wiedereröffnung 2011.

Ein Grund dafĂŒr war die Erfolgsausstellung „Ratten!“, die mit der PrĂ€sentation lebender Tiere nicht nur beim Publikum, sondern auch in den Medien eine große Resonanz fand. „Dass ĂŒber eine Ausstellung gleichzeitig in so unterschiedlichen Medien wie dem Greenpeace Magazin und der Zeitung kunst:art berichtet wird, ist schon ungewöhnlich und zeigt, wie groß die Aufmerksamkeit war“, sagt Museumsleiter Stefan Daberkow, der sich mit seinem Team ĂŒber den Erfolg des vergangenen Jahres freut. Allerdings seien bei weitem nicht nur die Ratten allein die Ursache des Erfolgs gewesen. „Ich glaube, dass unser abwechslungsreiches Themen-Spektrum, ergĂ€nzt um Veranstaltungen und ein fundiertes Vermittlungsprogramm, gut funktioniert und gerade auch fĂŒr wiederholte Museumsbesuche wichtig ist“, erklĂ€rt der Museumsleiter.

Ebenfalls in 2018 gezeigt wurden „Rudolf Riege. Der vergessene Bauhaus-SchĂŒler“, die Sonderausstellung „Die 70er in Hameln. Momentaufnahmen von Rudi GĂŒnther“, die noch bis April laufen wird, sowie die PrĂ€sentation „Inspiration Mittelalter. Zeit des Medicus“, die noch bis 24. Februar zu sehen ist. Hinzu kamen bewĂ€hrte und neue Veranstaltungsformate, darunter ein Themenabend ĂŒber Georgien mit Weinverkostung oder eine Stille Auktion mit Bildern eines Hamelner Laienmalers.

Die positive Bilanz fuße darĂŒber hinaus auf den museumspĂ€dagogischen AktivitĂ€ten, eine der wichtigsten SĂ€ulen der Museumsarbeit. FĂŒhrungen oder Kindergeburtstage wurden unvermindert stark nachgefragt. Das aufwendige Drittmittelprojekt „Auf Zeitreise mit den Geschwistern Wallbaum“ brachte in den Sommerferien 20 Kinder und Jugendliche aus Syrien, Haiti, RumĂ€nien, Rußland und Deutschland im Alter von neun bis 16 Jahren zwei Wochen lang fĂŒr eine intensive Projektarbeit ins Museum. Eine Neuerung ist auch die zum Schuljahresanfang begonnene Kooperation mit der Papenschule, bei der im Rahmen der Nachmittagsbetreuung eine wöchentliche „Museums-AG“ im Haus an der Osterstraße stattfindet.

PlĂ€ne fĂŒr 2019

FĂŒr 2019 hat sich das Museum wieder einiges vorgenommen. Derzeit laufen die Vorbereitungen fĂŒr „James Bond. Die Macht der VerfĂŒhrung“ – so der Arbeitstitel einer Sonderausstellung, die sich ab Juni mit dem berĂŒhmtesten Geheimagenten der Welt auseinandersetzen wird. Der Zeitpunkt ist nicht zufĂ€llig gewĂ€hlt, denn demnĂ€chst beginnen die Dreharbeiten fĂŒr den neuen James-Bond-Film, der Anfang 2020 in die Kinos kommen soll. FĂŒr die Entwicklung der Ausstellung konnte der renommierte Bond-Experte, Buchautor und Sammler Dr. Siegfried Tesche gewonnen werden. „Fast jeder hat eine Meinung zu James Bond, und die Thematik ist weitaus vielschichtiger und facettenreicher als man vielleicht auf den ersten Blick denken mag. Das bietet Diskussionsstoff, und damit ist James Bond auch ein Thema fĂŒr uns“, erlĂ€utert Daberkow, „Mit Dr. Tesche haben wir zudem einen der fĂŒhrenden Experten als Partner fĂŒr dieses Projekt, um vielleicht auch dem einen oder anderen bisher weniger bekannten Aspekt nachzugehen.“

Parallel dazu starten außerdem die Vorbereitungen fĂŒr „Pied Piper International – Auf den Wegen des RattenfĂ€ngers“. Das auf eineinhalb Jahre angelegte Projekt wird durch den Fonds StadtgefĂ€hrten der Kulturstiftung des Bundes gefördert und will unter anderem der internationalen Verbreitung und Bearbeitung der Sage nachgehen. Die Ergebnisse werden in einer Sonderausstellung ab Juni 2020 prĂ€sentiert.

(red)