Wie wichtig das Desinfizieren der HĂ€nde wirklich ist, bekamen Interessierte und Angehörige am gestrigen Dienstag beim Aktionstag „Saubere HĂ€nde“ im Sana-Klinikum nĂ€her gebracht. In der Eingangshalle des Krankenhauses demonstrierten die KrankenpflegeschĂŒler den richtigen Umgang mit Desinfektionsmittel, Schutzkleidung und veranschaulichten die Hauptkontaktstellen und Übertragungsmöglichkeiten im Kontakt mit Patienten.

Studien zufolge, sollen rund 80 Prozent aller Keime ĂŒber die HĂ€nde weitergegeben werden. Mit fluoreszierendem Desinfektionsmittel und Schwarzlicht konnten die Besucher testen, wie gut sie sich die HĂ€nde desinfizieren. Die meisten nehmen zu wenig von dem Mittel, verteilen es nicht grĂŒndlich genug und die Einwirkungszeit ist meist zu kurz. Circa 30 Sekunden sollte man die FlĂŒssigkeit verteilen. Als Menge geben die PflegeschĂŒler eine gut gefĂŒllte Handkuhle an. „Wasser allein genĂŒgt nicht. Um die HĂ€nde von Bakterien zu befreien, muss eine ausreichende Menge an Desinfektionsmittel verwendet werden“, unterstreicht Dr. Andreas Schiebeler, Krankenhaushygieniker des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont. Schiebeler und sein Team erstellen HygieneplĂ€ne und haben Vorschriften sowie Maßnahmen im Blick.

Um zu veranschaulichen, wo sich ĂŒberall Keime und Bakterien befinden, sammelten die SchĂŒler AbdrĂŒcke in Petrischalen von Geldautomaten, TreppengelĂ€ndern und Fahrstuhlknöpfen aus der Hamelner Stadtgalerie. Viele Besucher waren vom Ergebnis schockiert.

Ziel des jĂ€hrlich stattfindenden Aktionstages ist es, zu signalisieren, dass die Umsetzung von Hygienerichtlinien eine entscheidende Rolle bei der medizinischen Versorgung einnimmt. Seit 2017 ist das Klinikum fĂŒr die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen und QualitĂ€tsstandards von der Aktion „Saubere HĂ€nde“ mit dem Silber-Zertifikat ausgezeichnet worden. (lbr/red)