Am Dienstagvormittag, 29. Oktober, gibt die Stadt Hameln das Upnor-Gel√§nde f√ľr die √Ėffentlichkeit frei. Wo fr√ľher britische Soldaten mit Br√ľckenpanzern den Ernstfall am Wasser trainierten, k√∂nnen k√ľnftig Drachen steigen, Rad- und Rollschuhfahrer den Blick auf den Fluss genie√üen und Spazierg√§nger die Sonne hinterm Kl√ľt versinken sehen.

Die urspr√ľnglichen Pl√§ne der Stadt, das rund 22,8 Hektar gro√üe Areal vom Bund zu kaufen und dort ein Naherholungsgebiet mitten in der Stadt entstehen zu lassen ‚Äď einen Ort zum Angeln und Joggen, f√ľr Konzerte und Sport, f√ľr Mensch und Hund, mit Grillh√§uschen, Campingplatz und einer Badestelle ‚Äď seien damit nicht vom Tisch. Dennoch nahm die Verwaltung den Wunsch der Bev√∂lkerung nach einem Zugang zum Gel√§nde und einer Freizeitfl√§che an der Weser ernst und machte kurzen Prozess: Upnor wurde von der Bundesanstalt f√ľr Immobilienaufgaben (BImA) gepachtet und im Minimalprinzip verkehrssicher gemacht.

Damit Hamelns neuer Platz am Wasser f√ľr alle B√ľrger eine Freude ist und bleibt, gelten ein paar Regeln: Hunde bleiben beim Gassigehen an der Leine, Abfall wird in den drei aufgestellten Beh√§ltern entsorgt, f√ľr Hundehalter werden zus√§tzlich zeitnah zwei Hundekotbeutel-Spender aufgestellt. Da es trotz der N√§he zum Fluss auch trocken sein kann, sind offenes Feuer, Grillen und Campen verboten, auch weggeworfene Zigarettenkippen und Flaschen stellen auf den Wiesen eine Brandgefahr dar.

Da es noch keine offizielle Badestelle in einem extra angelegten Seitenarm gibt, bleibt auch das Schwimmen vorerst explizit untersagt. Durch einen engen Querschnitt der Weser ist die Str√∂mung an dieser Stelle st√§rker, Schwimmer sind gro√üer Gefahr ausgesetzt. Der direkte Zugang zum Fluss hingegen ist √ľber sieben Slipanlagen m√∂glich. Es gilt, wie im gesamten Stadtgebiet, die allgemeine Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Hameln. Die aufgestellten Schilder machen die Verhaltensregeln auf einen Blick sichtbar und weisen Besucher darauf hin, R√ľcksicht auf die Natur zu nehmen.

Die zwei Geb√§ude auf dem Gel√§nde wurden aus Sicherheitsgr√ľnden verschlossen, der sogenannte ‚ÄěWatchtower‚Äú hat einen √úberkletterschutz erhalten. Fehlende Entw√§sserungsrinnenroste wurden erg√§nzt. Auch in die Geh√∂lzreihe zur Fischbecker Landstra√üe (B83) wurde Struktur gebracht und das Totholz entfernt, wucherndes Wildkraut vom Betriebshof beseitigt. Um das Befahren der Fl√§che mit Kraftfahrzeugen zu verhindern, wurden rot-wei√üe Poller aufgestellt, die im Bedarfsfall f√ľr Feuerwehr, Veranstalter oder Unterhaltungsfahrzeuge eingeklappt werden k√∂nnen.

Da das Upnor-Gelände auch Überschwemmungsgebiet ist, wird es bei Hochwasser geschlossen. Ansonsten sollen die Tore rund um die Uhr geöffnet und der Zutritt zu Hamelns neuem Platz an der Weser jederzeit möglich sein.

Weitere Informationen zum vorl√§ufigen Entwicklungskonzept der Stadt Hameln f√ľr das Upnor-Gel√§nde gibt es unter www.hameln.de/weserfreizeitpark-upnor/.

(red)