Die Stadtwerke Hameln wurden erneut mit dem Zertifikat „Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb“ ausgezeichnet. Dieses Zertifikat, mit welchem Unternehmen seit 2015 ausgezeichnet werden können, ist ein zusĂ€tzlicher Baustein der FachkrĂ€fteinitiative Niedersachsen und wurde vom Ministerium fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Demografieagentur sowie dem DGB und NiedersachsenMetall gemeinsam entwickelt. Es wĂŒrdigt Unternehmen, die sich durch Maßnahmen demografiefest aufstellen und sich fĂŒr die digitale Zukunft rĂŒsten.

Am Montag, 19. August, wurden wieder neue niedersĂ€chsische Unternehmen ausgezeichnet. Außerdem erhielten ZertifikatstrĂ€ger aus dem Startjahr 2015 zum zweiten Mal ihre Re-Zertifizierung fĂŒr die erfolgreiche Umsetzung ihrer Ziele. Die Zertifizierung ist als Prozess im zweijĂ€hrigen Rhythmus angelegt, um nachhaltige Impulse fĂŒr die notwendigen VerĂ€nderungen im Unternehmen zu setzen.

Auch die Stadtwerke Hameln haben es wieder geschafft. Sie waren 2015 unter den zwölf ausgezeichneten Unternehmen das einzige aus der Energiebranche. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann ĂŒbergab die erneute Re-Zertifizierung an Stadtwerke-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Susanne Treptow und den Betriebsratsvorsitzenden Achim Hothan.

Treptow freut sich besonders ĂŒber die erneute Re-Zertifizierung, denn sie zeige doch, dass man mit den bereits begonnenen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sei. „Gerade in den technischen Berufen treibt auch uns die Sorge um, auch zukĂŒnftig entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sei es als Azubi, Monteur oder Meister”, erklĂ€rt die Stadtwerke-Chefin. DarĂŒber hinaus gelte es insgesamt in der sich wandelnden Zeit eine neue Wertekultur zu schaffen. Diese habe natĂŒrlich weiterhin ihren Fokus auf Fortbildung, Betriebsklima, Gesundheit oder auch Rolle der FĂŒhrungskrĂ€fte im Unternehmen, um Mitarbeiter in allen Bereichen zu halten, zu motivieren und zu gewinnen. “Gerne tragen wir damit auch dazu bei, den Wirtschaftsraum Weserbergland als attraktive Arbeitsregion zu prĂ€sentieren“, so Treptow weiter.

Bei den Stadtwerken wurde beispielsweise das Instrument des FĂŒhrungskrĂ€fte-Feedbacks – Mitarbeiter geben ein Feedback an ihre FĂŒhrungskrĂ€fte – eingefĂŒhrt, ein neues betriebliches Eingliederungsmanagement etabliert und eine Umfrage zu den physischen und psychischen Belastungsfaktoren durchgefĂŒhrt. Ziel sei eine offene Kommunikation, um arbeitnehmerorientierter gestalten zu können, individuelle Lösungen fĂŒr einzelne Bereiche umzusetzen und vor allem die Freude und Sinnhaftigkeit an dem, was jeder einzelne zum Unternehmenserfolg beitrĂ€gt, zu fördern bzw. zu unterstreichen.

FĂŒr Treptow sind der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf die Mitarbeitergewinnung daher ganz klar Chefsache. „Ich kann vor allem MittelstĂ€ndlern, die anders als in großen Unternehmen meist stark ins TagesgeschĂ€ft eingebunden sind und nicht gesonderte Projektabteilungen haben, nur empfehlen, bei dieser Zertifizierung dabei zu sein. Es entsteht ein reger Austausch, der immer auch neue Impulse setzt, um den Herausforderung des demografischen Wandels zu begegnen und sie als Chance fĂŒr VerĂ€nderungen anzunehmen“, erlĂ€utert Treptow.

(red)