Am Montag, 4. MĂ€rz, wurde durch einen 51-jĂ€hrigen Hamelner Strafanzeige bei der Polizei Hameln erstattet. Bei einem Verkauf ĂŒber einen Online-Marktplatz hatte ihn der KĂ€ufer mit einem falschen 50-Euro-Schein bezahlt. Nach Hinweisen ĂŒber Facebook, konnte der TĂ€ter bei einem neuen Tatversuch durch die Polizei Hameln festgenommen werden.

Der GeschĂ€digte hatte auf einem Online-Marktplatz ein Kinderspielzeug fĂŒr zehn Euro eingestellt. Der TĂ€ter kontaktierte ihn daraufhin und gab vor, den Gegenstand kaufen zu wollen. Nachdem man sich geeinigt hatte, schrieb der TĂ€ter, dass er nur einen 50-Euro-Schein zum Bezahlen hĂ€tte und bat den Hamelner darum, Wechselgeld bereitzuhalten. Beim Verkauf zahlte der TĂ€ter dann mit einem 50-Euro-Schein und erhielt das Wechselgeld von dem GeschĂ€digten.

Etwas spĂ€ter fiel dem Hamelner auf, dass sich der 50-Euro-Schein “komisch” anfĂŒhlte. Seine Ahnung bewahrheitete sich. Bei dem Geldschein handelte es sich um Falschgeld, wie die Ermittler des 3. Fachkommissariats der Hamelner Polizei feststellten.

Der 51-jÀhrige Mann schrieb daraufhin einen Beitrag bei Facebook um andere Personen vor der Betrugsmasche zu warnen. Mit Erfolg!

Durch seinen Beitrag wurde eine 37-jÀhrige Frau aus Holtensen (Hameln) auf das TÀtervorgehen aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt stand sie gerade im Kontakt mit dem TÀter, um diesem eine Handtasche zu verkaufen.

Nach Hinweisen durch die Online-Community meldete sich die Frau bei der Polizei Hameln. Zwei zivile Polizisten fuhren zu ihr nach Hause und warteten mit ihr gemeinsam auf den “KĂ€ufer”. Als dieser dann klingelte, öffneten ihm die Beamten die TĂŒr und die Handschellen klickten. Bei einer Durchsuchung konnte ein gefĂ€lschter 50-Euro-Schein bei ihm aufgefunden werden. Weiterhin wurden mehrere falsche 50-Euro-Scheine in seinem Auto gefunden.

Bei dem TĂ€ter handelt es sich um einen 22-JĂ€hrigen aus Hannover. Der Mann sitzt zurzeit, fĂŒr die Dauer der polizeilichen Maßnahmen, im Gewahrsam der Polizei Hameln.

Gegen ihn werden Strafanzeigen wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld und Betrug eingeleitet.

Die Polizei Hameln rĂ€t bei VerkĂ€ufen, wenn möglich, keine grĂ¶ĂŸeren Geldscheine anzunehmen. Sollte dieses unumgĂ€nglich sein, reicht hĂ€ufig ein genauer Blick auf den Schein, um eine FĂ€lschung zu erkennen. Gerade bei grĂ¶ĂŸeren Bargeldsummen lohnt es sich das Geld direkt mit dem KĂ€ufer bei einem Geldautomaten einzuzahlen, denn dieser erkennt mögliches Falschgeld sofort.