Was tun bei RĂŒckenschmerzen?

80 Prozent der Bevölkerung klagen mindestens einmal in ihrem Leben ĂŒber WirbelsĂ€ulenbeschwerden. In vielen FĂ€llen kann die Sektion fĂŒr Neurochirurgie der Klinik fĂŒr OrthopĂ€die und Unfallchirurgie am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont weiterhelfen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Neurochirurgie? Dieser Frage können Interessierte am Tag der offenen TĂŒr nachgehen. Am Dienstag, 29. Oktober, von 12 bis 16 Uhr stehen Mohamed Altaher, Sektionsleiter Neurochirurgie, und Oberarzt Kamran Yawari im Foyer des Klinikums fĂŒr Fragen bereit und bieten Besuchern die Möglichkeit, verschiedene Instrumente, Implantate und Operationsverfahren kennenzulernen.

RĂŒckenschmerzen haben unterschiedliche Ursachen, unterschiedlich sind auch ihre Behandlungsmöglichkeiten. „HĂ€ufig sind RĂŒckenschmerzen funktionell, also zum Beispiel durch Muskelverspannungen bedingt. Es gibt keine Behandlungsmethode, die fĂŒr jeden Patienten sinnvoll und wirksam ist. Vielmehr benötigt der Patient je nach Ursache der Beschwerden ein maßgeschneidertes, individuelles Behandlungskonzept“, so Prof. Dr. Stefan Hankemeier, Chefarzt der Klinik fĂŒr OrthopĂ€die und Unfallchirurgie.

Herr Mohamed Altaher, Sektionsleiter Neurochirurgie, erklĂ€rt, dass neben altersbedingten Verschleißerscheinungen auch Übergewicht, Fehlhaltungen sowie monotone und zu wenig Bewegung hĂ€ufige Ursachen sind. Die Wirbelkörper nutzen sich ab, Schmerzen entstehen, ein Teufelskreis beginnt. HĂ€ufige Ursachen sind auch Probleme an den Bandscheiben.

Lassen sich die Beschwerden nicht durch konservative Maßnahmen, wie Physiotherapie oder auch Medikamente und gezielte Einspritzungen beheben, hilft manchmal nur eine Operation. „Erfreulicherweise gibt es in der WirbelsĂ€ulenchirurgie neue, muskelschonende, minimalinvasive Eingriffe und bewegungserhaltende OPs“, erklĂ€rt Altaher. „Wir haben ein endoskopisches Verfahren etabliert, mit dem nicht nur Bandscheiben, sondern auch das Iliosakralgelenk und einzelne Facettengelenke behandelt werden können. Das moderne Verfahren ist besonders schonend, der Blutverlust und die Schmerzen gering und der Patient kann das Krankenhaus schnell wieder verlassen. Die wiedergewonnen LebensqualitĂ€t bleibt“, ergĂ€nzt der Experte.

(red)