NatĂŒrlich handeln ihre Lieder von Sex, Moral und Sitte. Das ist auch beim neuesten und sechsten Album der Dark-Rock-Band „Unzucht“ nicht anders. Wie der Charterfolg von „Jenseits der Welt“ innerhalb kĂŒrzester Zeit zeigt, ist das Interesse an dem Silberling groß.

Daniel de Clercq: „Der unzĂŒchtige Kunde ist der wahre Rockstar“

2010 traten sie als Newcomer auf dem MÂŽera Luna auf, 2018 folgte ihre Wacken-Premiere, jetzt der große Erfolg in den offiziellen Deutschen Albumcharts: Platz 9. Fette Elektronik, schnelle Rhythmen, fetzige Rockmusik, gemixt im eigenen Klanggewand mit Wiedererkennungswert, dafĂŒr stehen die vier Musiker seit ĂŒber zehn Jahren. Zur Band gehören SĂ€nger „Der Schulz“ (Daniel Schulz), Bassist Don Canone (Andreas Puchebuhr), Drummer Toby Fuhrmann und Daniel de Clercq, Gitarrist und Co-SĂ€nger.  

Der gebĂŒrtige Hamelner de Clercq pflegt seine AnonymitĂ€t, denn er lebt und arbeitet als Veranstaltungsmanager in der RattenfĂ€ngerstadt. In seinem eigenen Studio ĂŒber Hamelns DĂ€chern, dem „Monsterfreilaufgehege“, entstehen die neuen Songs von Unzucht. Der Musiker mit der markanten Frisur arrangiert und komponiert die Instrumente, anschließend folgt der Feinschliff. Vocals und Texte sind Gemeinschaftsarbeit.

Mit „Jenseits der Welt“ ist ein breit aufgestelltes Album gelungen. Es enthĂ€lt gefĂ€llige radiotaugliche Pop-Songs, metallisch harte Headbanging-Nummern und spannende Mischungen aus beiden Stilen, aber immer erkennbar Unzucht. So ist fĂŒr jeden Geschmack etwas dabei.

Mit ihren neuen Lieder tourt die Band ab MÀrz, bisher steht Hameln nicht auf ihrer To-Do-Liste. Den Abschluss bildet das JubilÀumskonzert zum 10jÀhrigen mit Lord of the Lost und End of Green, es findet am 18. Dezember im Capitol, Hannover, statt. (gla)