Alles ist leer. Man fĂŒhlt sich niedergeschlagen, antriebslos, kann seit Wochen nicht mehr gut schlafen. Manchmal kommen Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen dazu. So oder Ă€hnlich können sich Depression bei Ă€lteren Menschen Ă€ußern. Depression ist eine hĂ€ufige psychische Erkrankung im höheren Lebensalter. Von den Über-65-JĂ€hrigen, die zu Hause leben, weist einer von zehn eine behandlungsbedĂŒrftige Depression auf. Bei Menschen in Pflegeeinrichtungen sogar drei von zehn. Zudem steigt das Suizidrisiko mit zunehmendem Alter, insbesondere bei MĂ€nnern, an. GrundsĂ€tzlich unterscheidet sich die Altersdepression nicht von einer Depression in jĂŒngeren Jahren. Doch gerade bei Senioren wird die Krankheit in vielen FĂ€llen nicht erkannt – sondern als Alterserscheinung abgetan. Depressive Störungen im Alter sind folgenschwer – fĂŒr den Einzelnen und die Solidargemeinschaft.

Unter Depression leiden nicht nur die Betroffene selbst, sondern auch das gesamte soziale Umfeld, die Familie. Bei der richtigen Therapie stehen die Aussichten gut, dass sich die Krankheit bessert oder verschwindet. Die Menschen in unserer Gesellschaft leben immer lĂ€nger. Psychische Störungen im Alter geraten zunehmend ins Blickfeld. Das Alter stellt den Menschen vor große Herausforderungen. Auch wenn das eine schwierige Aufgabe ist, bedeutet Alter keinesfalls permanente Freudlosigkeit.

Die Vortragsreihe „Psyche im GesprĂ€ch“ im AMEOS Klinikum Hameln befasst sich am 20. Juni um 17 Uhr mit dem Thema Depressionen im Alter. Im Fokus des Abends stehen dabei folgende Fragen: Wie kann eine Trauerreaktion von einer Depression unterschieden werden? Was kann ich selbst tun, wenn die Depression mich gepackt hat? Wie und wo kann ich mir als Betroffene oder Betroffener sowie als Angehöriger Hilfe und UnterstĂŒtzung suchen? (red)