Zum Thema Kinder psychisch kranker Eltern ber├Ąt im Landkreis Hameln-Pyrmont ab sofort eine Fachstelle namens AKIRA. Es handelt sich hierbei um eine erste Anlaufstelle f├╝r alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und die zu dem Thema allgemeine Verst├Ąndnisfragen oder konkrete Anliegen haben. Einerseits wir eine Online-Beratung angeboten, andererseits gibt es Informationen zum Umgang mit betroffenen Familien von Fachleuten aus der Region in anonymer Form.

Fachkr├Ąfte helfen
Die Fachstelle besteht aus Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie des AMEOS Klinikums Hameln, der Erziehungsberatungsstelle, der Fr├╝herkennungsstelle, des Gesundheitsamtes und des Pflegekinderdienstes.

├ťber die Mailadresse akira@hameln-pyrmont.de kann ab sofort Kontakt mit der AKIRA aufgenommen werden.

Wenn das Kind leidet
Wenn ein Elternteil unter einer psychischen Erkrankung leidet, dann leiden auch die Kinder.
Emotionale Belastung, Ver├Ąnderungen des famili├Ąren Miteinanders oder auch Vernachl├Ąssigung der kindlichen Bed├╝rfnisse sind m├Âgliche Folgen. H├Ąufig geben sich die Kinder die Schuld f├╝r die psychische Situation der Eltern.

Die Tabuisierung der Erkrankung hindert sie daran, sich mit ihren Problemen an Au├čenstehende beispielsweise Lehrer, Erzieher, Familienmitglieder zu wenden und Hilfe zu suchen.

Erwachsene geben das Leiden h├Ąufig weiter
Laut Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. wachsen in Deutschland aktuell ca. 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche mit mindestens einem psychisch- oder suchterkrankten Elternteil auf . Je nach Erkrankung der Eltern ist das Risiko der Kinder, selbst psychisch zu erkranken, im Vergleich zu Kindern mit psychisch gesunden Elternteilen 2- bis 10-mal erh├Âht.

Die Mitglieder von AKIRA gingen bereits 2012 einen Kooperationsvertrag ein. Es wurde erkannt, dass f├╝r eine gute Versorgung dieses Personenkreises vor Ort eine enge Zusammenarbeit und der Austausch der beratenden und behandelnden Fachleute aufgebaut werden muss. Gemeinsam wurde ein Konzept entwickelt, das zun├Ąchst zum Ziel hat, Menschen, die beruflich mit Kindern von psychisch kranken Eltern zu tun haben, zu ermutigen, sich den Fragen, die damit verbunden sind, zu stellen und t├Ątig zu werden.

AKIRA
Der Name AKIRA stammt ├╝brigens aus dem Japanischen und bedeutet ├╝bersetzt soviel wie ÔÇ×hellÔÇť oder ÔÇ×strahlendÔÇť und kann sowohl f├╝r M├Ądchen als auch Jungen genutzt werden. Ein japanischer Name wurde gew├Ąhlt, da die im Logo der Fachstelle dargestellten Kinder von einer jungen Hamelner K├╝nstlerin als Animes, einer aus Japan stammenden Zeichentrickart, gezeichnet wurden.