Wie kann man Mobbing stoppen? CompetenzWerkstatt Beruf zeigt Gallery Walk

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Mobbing stoppen Jobcenter
Die Teilnehmer des Kurses. Foto: privat

„Guck mal, wie die schon wieder aussieht! Unmöglich, diese Klamotten! – Sowas geht einem ganz leicht über die Lippen, ohne groß drüber nachzudenken“, meint Heike Brand, Leiterin des Lehrgangs „Aktiv für Mütter und Väter“. In der vom Jobcenter Hameln-Pyrmont geförderten Maßnahme bei der Competenzwerkstatt Beruf haben sich die Teilnehmerinnen in den vergangenen Wochen mit dem Thema Mobbing auseinander
gesetzt. Das Ergebnis präsentierten sie nun als Gallery Walk.
Besonderes Augenmerk richteten die Teilnehmerinnen auf Mobbing unter Kindern und Jugendlichen. Hier hat die Gefahr des Cybermobbing in den letzten Jahren stark zugenommen. Wie merkt man als Eltern, wenn das eigene Kind gemobbt wird? Was tut man dagegen? Nicole und Diana schildern, wie geholfen werden kann. „Wichtig ist natürlich, das Opfer zu schützen, es zu bestärken und sein Selbstbewusstsein zu fördern“, meint Nicole. Und weiter: „Dem Täter muss aufgezeigt werden, was er verursacht hat. Er muss aufgefangen, auf den richtigen Weg gebracht werden.“ Für
Diana haben sich zwei starke Sätze eingeprägt: „Handeln, nicht nur zuschauen! Helfen, nicht wegsehen“.

„Aktiv für Mütter und Väter“ ist eine Auftragsmaßnahme des Jobcenters, die für Frauen und Männer den Weg aus einer Familienphase heraus zurück in den Arbeitsmarkt ebnet. Neben Inhalten wie Berufsorientierung, Bewerbertraining, IT- und Medienkompetenz sowie Betriebspraktika werden Achtsamkeit bezogen auf die Familie und sich selbst, Kinderbetreuung, Ernährung und Gesundheit thematisiert. „Es gab einen aktuellen
Anlass, der uns zu dem Thema Mobbing geführt hat“, sagt Heike Brand. Dabei stellten die Teilnehmerinnen fest, wie hilflos betroffene Eltern oft sind. So entstanden in Gruppenarbeit Schaubilder, Infomaterial wurde zusammen getragen.

Im Rahmen eines Begegnungscafes stellten die Teilnehmerinnen nun das Ergebnis Frauen aus dem Familiencoaching des Jobcenters Hameln-Pyrmont vor. „Das war eine tolle Erfahrung für unsere Frauen. Sie haben viel über das Thema gelernt. Beeindruckt
waren sie auch, mit welchem Selbstbewusstsein die jeweiligen Schaubilder von den Gruppen erläutert wurden“, so das gemeinsame Resümee von Cornelia Harland und Martina Hahlbrock aus dem Projekt Familiencoaching. „Dieses Selbstbewusstsein ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in Arbeit.“

Bis Ende Mai 2017 kann die Präsentation wochentags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr in der CompetenzWerkstatt Beruf Hameln, Hefehof 24-26 angeschaut werden.