Nicht irgendein Baum, sondern eine Winterlinde, und damit der Baum des Jahres 2016, wurde heute von Landrat Dirk Adomat auf dem GelÀnde des Kreishauses eingepflanzt.

Andreas Manz, Leiter des Dezernates fĂŒr Wirtschaft und Umwelt, und Wirtschaftsförderin Bettina Remmert haben die Winterlinde aus Berlin mitgebracht, wo das LandkreisbĂŒndnis Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden fĂŒr die vorbildliche Arbeit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative am 29. September 2020 vom Bund ausgezeichnet wurde.

Mit dem Förderprogramm Masterplan „100% Klimaschutz“ unterstĂŒtzt das Bundesumweltministerium Kommunen, die bis zum Jahr 2050 ihre Treibhausgasemissionen um 95 Prozent gegenĂŒber dem Jahr 1990 und ihren Energieverbrauch um 50 Prozent senken wollen. Das LandkreisbĂŒndnis wurde von 2016 bis Juli 2020 vom Bund bei der Umsetzung der Klimaziele unterstĂŒtzt.

Nur 22 Kommunen hatten sich deutschlandweit fĂŒr die Förderkulisse qualifiziert
Bei einem Gesamtvolumen von 916.000 Euro flossen 775.000 Euro an Fördermitteln direkt in die Weserregion, dazu kamen eigene Haushaltsaufwendungen der Kommunen, die sie in die Umsetzung einzelner Klimaschutzmaßnahmen investierten.

Seit der Fertigstellung des Masterplankonzeptes im Juni 2017 sind mittlerweile rund Zweidrittel der 87 Maßnahmen in der Umsetzung. Dazu gehört als Grundlage die Verstetigung der Klimaschutzarbeit, die Entfristung der Masterplanmanagerstellen in Schaumburg und Holzminden sowie der Beschluss zu GrĂŒndung einer eigenen Energieagentur in Schaumburg.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurde eine weitere halbe Personalstelle im Bereich Klimaschutz eingerichtet. Schwerpunkte der Umsetzung sind die unabhÀngigen Beratungen zur GebÀudesanierung, zum Thema Heizung und Solarenergienutzung, wie auch die Impulsberatungen, die Beratung zur Erstellung von energetischen Quartierskonzepten und die Fördermittelberatungen durch die Klimaschutzagentur Weserbergland und die Klimaschutzleitstelle in Schaumburg.

MobilitÀtsmanagement und E-MobilitÀtsstammtische
In der Kreisverwaltung Holzminden wurde ein betriebliches MobilitĂ€tsmanagement eingefĂŒhrt. In Schaumburg, Hameln und Holzminden haben sich E-MobilitĂ€tsstammtische bzw. Expertengruppen zur Nachhaltigen MobilitĂ€t gegrĂŒndet, die regelmĂ€ĂŸig zusammenkommen.

Der Stein wurde mit einer Tafel ausgestattet.
Foto: Landkreis Hameln-Pyrmont

Zurzeit erarbeitet der Landkreis Hameln-Pyrmont ein Konzept zur „Klimafreundlichen MobilitĂ€t im lĂ€ndlichen Raum“. Der Landkreis Schaumburg wurde als „Hystarter Wasserstoffregion in Deutschland“ anerkannt.

In Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Weserbergland und den Volkshochschulen wurden Bildungs- und Fortbildungsangebote fĂŒr BĂŒrger und Erzieher zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz entwickelt und Unternehmensnetzwerke zur Energie- und Ressourceneffizienz gegrĂŒndet. Mit der HAKS, der „Handwerkerausbildung fĂŒr den Klimaschutz“, ist eine Qualifizierungsoffensive fĂŒr Gewerke ĂŒbergreifendes, klimafreundliches Handeln fĂŒr Ausbildungspersonal und Auszubildende geschaffen worden. Im Rahmen des FachkrĂ€ftebĂŒndnisse Weserbergland hat die Klimaschutzagentur Weserbergland im Rahmen der Kampagne „Sonnenzeit“ eine Schulungsreihe zur Solarenergie durchgefĂŒhrt.

Highlights der Zusammenarbeit waren auch die Entwicklung eines Solarportals Weserbergland und die Herausgabe eines Klimasparbuches fĂŒr die Region. 

LebensqualitÀt soll im lÀndlichen Raum steigen
Das LandkreisbĂŒndnis Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden sieht Klimaschutz nicht nur als Möglichkeit fĂŒr Energieeinsparungen und einer nachhaltigen Entwicklung, sondern auch als Potential, die LebensqualitĂ€t im lĂ€ndlichen Raum zu steigern und gleichzeitig zu einem regionalen Wachstums- und Wertschöpfungsmotor zu werden.

„WĂ€hrend des Projektzeitraums, der nun seit Juni beendet ist, konnten bereits viele Maßnahmen und Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden und unsere Arbeit wurde dafĂŒr mit der Auszeichnung und einer Winterlinde belohnt. Doch Klimaschutz ist eine Jahrhundertaufgabe. Die Arbeit muss kontinuierlich und Kreisgrenzen ĂŒbergreifend fortgesetzt werden, um die hoch gesteckten Ziele zu erreichen“, betont Landrat Dirk Adomat.

 

Aufgrund der aktuellen Situation hat die Pflanzaktion unter Ausschluss der Öffentlichkeit sowie ohne Vertreter der Landkreise Holzminden und Schaumburg stattgefunden.