Bonn (ots) – Weltweit gibt es mehr als 770 Millionen Analphabeten. Inmitten von Krieg und Konflikten wird Bildung oft als Luxus angesehen. Aus Sicht der UNO-Fl├╝chtlingshilft ist Bildung jedoch ein Menschenrecht und unverzichtbar, um insbesondere Fl├╝chtlingen wieder Hoffnung und Perspektive zu geben. Die F├Ąhigkeit, lesen und schreiben zu k├Ânnen, ist die Voraussetzung f├╝r ein selbstbestimmtes Leben und die ├ťberwindung von Armut. Besonders Fl├╝chtlingskinder sind von der Misere betroffen und bereits beim Start benachteiligt. Nach der Studie “Coming Together for Refugee Education”, die j├╝ngst vom Fl├╝chtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ver├Âffentlicht wurde, geht die H├Ąlfte der gefl├╝chteten Kinder nicht in der Schule. Hoffnung machen innovative Projekte vor Ort: vom mobilen Klassenzimmer, ├╝ber Unterricht via Radio und die Einf├╝hrung digitale Angebote.

“Die L├Âsung der Bildungsmisere ist simpel: nationale Bildungssysteme st├Ąrken und Finanzierung sicherstellen. Anderenfalls berauben wir Millionen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihrer Chancen und ihrer Zukunft”, so Peter Ruhenstroth-Bauer, Gesch├Ąftsf├╝hrer der UNO-Fl├╝chtlingshilfe.

Die Ergebnisse sind ern├╝chternd: W├Ąhrend 77 Prozent der Fl├╝chtlingskinder in die Grundschule gehen, besuchen nur 31 Prozent der Jugendlichen die Sekundarschule. Lediglich 3 Prozent der jungen Fl├╝chtlinge sind in einer Hochschule eingeschrieben. F├╝r Fl├╝chtlingsm├Ądchen ist die Situation besonders dramatisch. Sie haben bereits jetzt weniger Zugang zu Bildung als Jungen, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Sekundarstufe in die Schule gehen, halbiert sich. Auf der Grundlage von UNHCR-Daten sch├Ątzt der Malala-Fonds, dass infolge von COVID-19 die H├Ąlfte aller Fl├╝chtlingsm├Ądchen in der Sekundarschule nicht mehr zur├╝ckkehren wird, sobald die Klassenr├Ąume wieder ge├Âffnet sind.

Mehr Informationen zum Thema Bildung f├╝r Fl├╝chtlingskinder und Beispiele erfolgreicher Projekte vor Ort in unserem aktuellen blog

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