4.085 Personen haben sich 2020 an den Deutschen Presserat gewendet – das sind nicht nur mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, sondern auch mehr Beschwerden als jemals zuvor innerhalb eines Jahres eingereicht wurden.Verantwortlich fĂĽr die Steigerung waren unter anderem Massenbeschwerden, “etwa zu Artikeln ĂĽber die Kindstötungen in Solingen oder zur Polizeikolumne in der taz. 53-mal erteilte der Presserat eine öffentliche RĂĽge, ebenfalls deutlich öfter als im Vorjahr mit 34 RĂĽgen.”

Die Grafik zeigt die Anzahl der Beschwerden beim Deutschen Presserat.​
Foto: Statista

Der Text von Hengameh Yaghoobifarah war allerdings nicht darunter. “Dass die Autorin sich als Arbeitsplatz fĂĽr Polizisten nur die MĂĽlldeponie vorstellen konnte, bewertete der Presserat als ethisch zulässig. Ausschlaggebend war, dass es sich hier um ein reines Gedankenspiel handelte, das zudem auf reale Defizite bei der Polizei anspielte.”

Ein wichtigen Beitrag zur Beschwerderekord lieferte auch die Corona-Berichterstattung ĂĽber die sich 581 Leserinnen und Leser beschwerten.

Quelle: https://de.statista.com/infografik/17670/anzahl-der-beschwerden-beim-deutschen-presserat/