Die Deutschen sind trotz der aktuelle Kontaktbeschränkungen wieder mobiler.

Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des COVID-19 Mobility Project des Robert Koch Instituts (RKI) und der Berliner Humboldt Universität auf Basis von anonym ausgewerteten Mobilfunkdaten. Zuletzt lagen sie am 21. Februar 2021 sieben Prozent über dem Wert des 21. Februar 2019.

Bewegungen werden hierbei durch Mobilfunk-Anmeldungen an unterschiedlichen Funkzellen registriert. Während der ersten bundesweiten Kontaktbeschränkungen waren die Deutschen noch deutlich weniger unterwegs als noch 2019. In der Spitze sind die durch Mobilfunkmasten registrierten Bewegungen um 55 Prozent gegenüber Vergleichsdaten aus dem entsprechenden Vorjahresmonat zurückgegangen. Damals haben fast alle Bundesländer Kitas und Schulen geschlossen. Zudem mussten viele Einzelhändler ihre stationären Geschäfte schließen.

In der aktuellen zweiten Phase der Kontaktbeschränkungen seit dem 2. November 2020 war erneut ein Rückgang der Bewegungsintensität zu beobachten. Die bundesweiten Kontaktbeschränkungen wurden am 16.12.2020 noch einmal deutlich verschärft, die Mobilität nahm kurz vor diesem Zeitpunkt und in der Zeit danach noch einmal deutlich ab.

Der bisher stärkste Rückgang fand am Neujahrstag mit -56 Prozent statt.

 

Die Grafik zeigt die Veränderungen der täglichen Mobilität in Deutschland auf Basis von Mobilfunkdaten.
Foto: Statista



Danach hat die Mobilität jedoch wieder wie oben erwähnt zugenommen.

Die Daten der Deutschen Telekom und TelefĂłnica genutzt
Die Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom und Telefónica haben dem COVID-19 Mobility Project anonymisierte Bewegungsdaten von Handy-Nutzern zur Verfügung gestellt, damit die Pandemie-Experten über den Erfolg von Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung einschätzen können.
Bewegungen werden hierbei durch Mobilfunk-Anmeldungen an unterschiedlichen Funkzellen registriert. „Die Daten zeigen uns, ob insgesamt die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen hat“, so RKI-Präsident Lothar Wieler.

„Es sind aggregierte, anonymisierte Daten und keine individuellen Daten“, betonte er bei Bekanntgabe des Projekts. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hält die Maßnahme in der gewählten Form für vertretbar. Vor allem unter den aktuellen Umständen spräche nichts gegen die Weitergabe dieser Daten zum Zweck des Gesundheitsschutzes.

Quelle: https://de.statista.com/infografik/21610/mobilitaet-in-deutschland-im-vergleich-zum-maerz-2019-auf-basis-von-mobilfunkdaten/