Schaumburg / Nienburg (ots) Gestern Mittag wurde im Bereich Hassel ein LKW durch Beamte des PK Hoya kontrolliert.

Die routinemĂ€ĂŸige Kontrolle widmete sich zunĂ€chst der FahrtĂŒchtigkeit des 34-jĂ€hrigen Fahrers sowie der Sicherheit des Sattelschleppers und dem dazugehörigen Auflieger. Bereits beim Herantreten fiel den Beamten auf, dass der Auflieger des Unternehmens aus der NĂ€he von Verden keinen gĂŒltigen TÜV mehr aufwies. Ferner waren drei Reifen der Kombination aus Zugfahrzeug und Auflieger nicht mehr verkehrssicher, sodass hier ein Austausch der Reifen angeordnet wurde. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Ladung unzureichend gesichert war.

VerstĂ¶ĂŸe ĂŒber VerstĂ¶ĂŸe
Auch die elektronischen Fahrerdaten wiesen diverse VerstĂ¶ĂŸe im Bereich der Sozialvorschriften, GeschwindigkeitsverstĂ¶ĂŸe sowie eine unzureichende Sicherung der Fahrdaten durch den Halter des Fahrzeugs auf. Es ging weiter. Eine nachtrĂ€glich angebrachte Beleuchtungsanlage wurde nicht im Fahrzeugschein eingetragen, sodass auch die Betriebserlaubnis des betroffenen Fahrzeugs erlosch.

Nach Abschluss der Kontrolle wurde das Gespann mithilfe des Unternehmers durch ein Fahrzeug des PK Hoya zum naheliegenden Hof des Unternehmens begleitet. Bei dieser Fahrt fiel den Beamten zudem noch auf, dass der Fahrer sein Mobiltelefon bediente, welches ihm sogleich vorgeworfen wurde. Den Halter der Zugmaschine erwartet aufgrund der Vielzahl an VerstĂ¶ĂŸen ein Bußgeld im Rahmen eines mittleren vierstelligen Betrages.

Und dann wird der Fahrer auch noch gesucht
Die unzĂ€hligen VerstĂ¶ĂŸe werden nun zunĂ€chst durch die Beamten des Polizeikommissariats Hoya weiterbearbeitet. Bei der ÜberprĂŒfung der persönlichen Daten des FahrzeugfĂŒhrers konnte weiterhin eine Ausschreibung im Schengener Informationssystem (SIS) festgestellt werden. Ein Land der europĂ€ischen Union hat den Fahrer zur Festnahme ausgeschrieben, woraufhin dieser vorlĂ€ufig festgenommen und zur Dienststelle verbracht wurde. Hier ergab sich nach weiteren Recherchen in diversen polizeilichen Auskunftsportalen der Verdacht, dass die auslĂ€ndische Fahrerlaubnis, die bei der Kontrolle ausgehĂ€ndigt wurde, ihre GĂŒltigkeit verloren hat.

Ob sich dieser Verdacht allerdings erhĂ€rtet, gilt es nun durch die Staatsanwaltschaft zu ĂŒberprĂŒfen. Ein Verfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde nichtsdestotrotz eingeleitet.

Im Anschluss wurde der betroffene FahrzeugfĂŒhrer dem Amtsgericht Achim vorgefĂŒhrt. Von dort wurde er durch Beschluss des zustĂ€ndigen Richters der JVA Bremervörde zugefĂŒhrt. Hier wartet dieser nun auf seine Verhandlung beim OLG Celle durch die Generalstaatsanwaltschaft.

Der zunĂ€chst unscheinbare LKW und dessen polnischer Fahrer brachten somit unerwartet eine Menge an VerstĂ¶ĂŸen zusammen.