Der Spätsommer beschert uns eine wahre Pracht an Schätzen in der Natur. Ob Äpfel, Birnen oder Pflaumen – viele Obstsorten haben Saison und warten darauf, gepflückt oder gesammelt zu werden.

Jedoch bleiben so mancher Baum und Strauch ungeerntet und das Obst bleibt liegen, bis es letztendlich verrottet. Somit gehen wertvolle Lebensmittel verloren, die sonst wunderbar als kleiner Snack genossen oder zu leckerer Marmelade, Saft und Kuchen verarbeitet werden könnten.

Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ für Streuobstwiesen wurde 2019 im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg erfolgreich eingeführt. Die Aktion wurde in diesem Jahr mit dem Bundespreis von „Zu gut für die Tonne!“ als vorbildhaftes Projekt gegen Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet. Jahr für Jahr verrotten in der Erntesaison viele Kilogramm Obst unter Bäumen – oft sind Verunsicherung und Halbwissen im Umgang mit den Flächen der Grund.

Als Teilnehmende am Ernteprojekt „Gelbes Band“ können Besitzer Bäume und Sträucher farblich kennzeichnen, deren FrĂĽchte auch ohne direkte RĂĽcksprache von jedermann geerntet werden dĂĽrfen. 

Hess. Oldendorf macht mit
Auch die Stadt Hess. Oldendorf möchte sich an diesem vorbildlichen Projekt beteiligen. In den Gemarkungen „Alte Weser“ sowie „Westerfeld“ werden insgesamt 19 Apfel und Birnen Bäume markiert. Entlang des Wirtschafts/- Radwegs von der Weserstr./ L434 bis zum Lokenweg, bzw. vom Lokenweg bis Richtung Vorwerk Großenwieden darf kostenlos und ohne Rücksprache geerntet werden.
Die Standorte werden mit einem Aushang zu den Nutzungsbedingungen ausgeschildert sowie auf der Internetseite des Zentrums für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen, www.zehn-niedersachsen.de, veröffentlicht.

Wer eigenes Obst frisch erntet, lernt Lebensmittel auf eine neue Art zu schätzen. Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ ruft deshalb alle Besitzer auf, sich an der Aktion zu beteiligen und ihre Obstbäume mit Lebensmittelretter*innen zu teilen. Gleichwohl werden alle Bürger*innen ermuntert, einen Ausflug zu nächstgelegenen Obstbäumen mit einem „Gelben Band“ zu machen und die geretteten regionalen Lebensmittel in ihrer Vielfalt frisch zu genießen.