Ulm. Nintendo, Tamagotchi, Playstation —Erfindungen aus dem Land der aufgehenden Sonne rufen schillernd bunte Videospiel-Erinnerungen hervor. Dass fernöstliche Kreative nicht nur fĂŒr Super Mario und Co. verantwortlich zeichnen, beweist folgende Top Five bahnbrechender und skurriler Innovationen. Viele erreichten internationale Bekanntheit und riefen zahlreiche Nachahmende auf den Plan.

 

Platz 5: Yummi!

Nahezu unendlich lange haltbar und in zwei Minuten zubereitet: 1958 erfand Momofuko Andƍ die Instant-Nudeln. SpĂ€testens mit der Aufwertung zur praktischen Cup-Noodle-Variante 1971 begann das Produkt seinen weltweiten Siegeszug. Den Kiosk-Klassiker kĂŒrten die Japaner laut einer Umfrage des Fuji Research Institute zur besten eigenen Erfindung des 20. Jahrhunderts.

Tassennudeln schmecken auch in hiesigen LĂ€ndern.
Foto: Matt & Chris Pua

 

Platz 4: Schnell und sicher

Als weltweit erste Hochgeschwindigkeitslinie verband der Shinkansen 1964 die StĂ€dte Tokio und Osaka. Mit bis zu 360 km/h erschließt die „neue Stammstrecke“ heute Japans Metropolen. Bemerkenswert: Die ZĂŒge des Shinkansen gelten als besonders sicher und fahren seit mehr als einem halben Jahrhundert nahezu unfallfrei.

 

Platz 3: Cosy!

Das Gros außergewöhnlicher Treffpunkte mit Niedlichkeitsfaktor findet sich in Japan. Aufgrund beengter WohnverhĂ€ltnisse ziehen viele Einwohner den Besuch eines KatzencafĂ©s dem Besitz eigener Haustiere vor. Das ursprĂŒnglich aus Taiwan stammende Konzept des Samtpfoten-Schmusens auf Zeit erfĂ€hrt mittlerweile in vielen deutschen GroßstĂ€dten regen Zuspruch.

SĂŒĂŸ und niedlich sind Katzen auf der ganzen Welt. Aber niemand liebt sie so sehr wie die Japaner.
Foto: Jae Park

 

Platz 2: Verkohlt und doch nicht zerstört

Feuer schĂŒtzt Nippons Tempel: Yakisugi nennt sich die Jahrhunderte alte japanische Kunst der „Karbonisierung“. Durch gezielte Beflammung von HolzoberflĂ€chen entsteht eine widerstandsfĂ€hige Deckschicht, die Witterung, Pilzen und SchĂ€dlingen die Stirn bietet. Trotz steigender Nachfrage von Architekten machten sich bisher nur wenige deutsche Hobelwerke Yakisugi zu Eigen.

 

Platz 1: Hilfreich und nutzlos zugleich

Anarchisch, sinnbefreit und urkomisch: Den ersten Platz belegt Chindƍgu, wörtlich „Seltsames GerĂ€t“. Kenji Kawakami gilt als Erfinder der Apparaturen, deren Einsatz mehr Probleme erzeugt als löst. Beispiele gefĂ€llig? Ein transportabler Zebrastreifen, offene Schuhe mit aufgesetzten Regenschirmen oder eine Augentropfen-Trichterbrille.

Chindƍgu, wörtlich „Seltsames GerĂ€t“: Mini-Schirme, die Schuhe vor Schmutz und Regen schĂŒtzen.
Foto: Kenji Kawakami