Blomberg / Bad Pyrmont. Das Rätsel um den unbekannten sowjetischen Soldaten im Wald bei Biesterfeld zieht immer größere Kreise. Jetzt stellt sich heraus: Es sind offenbar vier Tote. Erst war von einem die Rede.

“Von den vier sowjetischen Kriegsgefangenen wurden 1945 auf einer Wiese bei Detmold drei – kurz vor dem Eintreffen der US-Army- durch SS-Soldaten erschossen. Den 4. mussten sie auf der Wiese begraben. Ihm gelang zuerst die Flucht. Wahrscheinlich ist das derjenige, der im Wald bei Biesterfeld umkam und im Sommer 1945 von dem kürzlich verstorbenen Zeitzeugen Friedel Hecker an Ort und Stelle beerdigt wurde”, erklärt der Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Ortsverein Bad Pyrmont Helmut Eichmann.

Hecker erklärte Eichmann noch vor wenigen Wochen, er habe die Erkennungsmarke des Toten damals bei Bürgermeister Franz Klocke in Rischenau abgegeben. Inzwischen ist Rischenau Ortsteil von Lügde und die Marke ist nicht aber mehr auffindbar. Frau Christine Röder vom Lügder Rathaus hat das Kreisarchiv in Detmold kontaktiert in der Hoffnung die Marke doch noch zu bekommen.

“Über die Kriegsverbrechen in dem kleinen Dorf, das zum Stadtgebiet von Blomberg gehört, berichtete ein Zeitzeuge. Aber er traut sich nicht, klare Aussagen zu machen, weil die Wiese einem Verwandten gehört, der ihm verboten hat, darüber zu informieren”, erklärt Eichmann. “Auf dem Videokanal „Bad Pyrmont active“ sind dazu bereits Videos auf YouTube hinterlegt. Demnächst wird dazu ein weiterer Film erscheinen”, sagte Eichmann dem Neue Woche Verlag. 

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